So, 14.09. 5 Uhr... der Rennofen läuft!
Die tapfere Tübinger Studierendengruppe rund um Guntram Gassmann startete um 5 Uhr in den strömenden Regen, um den kleinen Rennofen für die Eisenschmelze nach keltischer Art anzufachen.
Das Wetter soll im Laufe des Tages trockener werden und RANA, so der Name des Ofens nach dem lateinischen Wort für Frosch, soll nun rennen und nicht hüpfen.
Rösten, Minen, Rösten
Freitag, 12.09.2025
Heute begann der Tag wie die letzten auch um 8:30Uhr. In der Nacht hatte es geregnet und die gerösteten, sich noch auf der Feuerstelle befindenden Erze waren durchnässt und wir mussten sie von der Feuerstelle räumen. Wir starteten einen neuen Röstdurchlauf in welchem wir sowohl neue Erzteile rösteten, als auch die nass gewordenen trockneten. Da auch die Ambosssteine nass waren, haben wir diese in einem Kreis um das Feuer gestellt, damit diese schneller trocknen konnten. Wir hatten gegen Ende dieses Röstdurchgangs die Temperatur der inneren Steine gemessen, diese lag teils bei über 600°C. Da wir heute Mittag noch eine Führung in der ehemaligen Kupfermine Fischbach hatten, mussten wir an dieser Stelle aufhören und haben in der Angst vor aufkommendem Regen die fast komplett ausgebrannte Feuerstelle mit einem alten durchnässten Holztisch und nassen Holzplanken abgedeckt.
Parallel zum Röstdurchgang, als wir uns unseren Ofen anschauten, freuten wir uns, dass ihm über Nachts nichts passiert ist und er noch so da stand wie wir ihn gestern verlassen hatten. Wir mischen nochmals eine Portion Lehm mit Sand, damit wir gleich reagieren können falls dem Ofen beim Verhütten des Eisenerzes etwas passieren sollte und ihn damit reparieren können. Da von dem Sand und dem Lehm noch einiges übrig war nach der Fertigstellung des Ofens, entschlossen wir uns dazu, das übriggebliebene Material in die leeren Wannen und Eimer umzufüllen, damit wir die Plane auf der es sich befand, aufräumen konnten.
Nach einer kurzen Autofahrt kamen wir an der ehemaligen Fischbacher Kupfermine an und wurden dort von Rainer Hahn-Köhne in Empfang genommen, welcher uns durch die Mine führen sollte. Wir mussten uns zu Beginn gelbe Bauhelme aufsetzen, um uns vor möglicherweise fallenden Steinen zu schützen. Wir bekamen unter freiem Himmel eine kurze Einführung, in der wir Informationen über die Historie, den Aufbau und die Region bekamen. Anschließend ging es in die dunkle Mine, wo wir einen Einblick erhielten, wie die Kupfererzgewinne Untertage aussahen und wie Bergbau im Mittelalter ablief. Die sich darin befindenden Stollen waren sehr eindrucksvoll und weitläufig. Gegen Ende der Führung, als wir die Minen wieder verließen, zeigte uns Rainer Hahn-Köhne die Rekonstruktion einer Kupferverhüttungsanlage. Nach der Führung besuchten wir noch den Museumsshop.
Wir fuhren zurück zur Gräfenbacherhütte und zu unserer Freude hatte es nicht geregnet und wir konnten den nächsten Röstvorgang starten. Doch zuvor vergrößerten wir unsere Feuerstelle, um mehr Erz in einem Durchgang rösten zu können. Auch haben wir trockenes Holz von den Nachbarn bekommen, sodass das rösten diesmal deutlich einfacher ging. Parallel dazu wurden die am am Morgen gerösteten Erze zerkleinert.
Währenddessen wurde am Ofen mithilfe eines kleinen Holzgerüstes das mit Lehm und Steinen im Boden verankert wurde angefangen der Blasebalg aufzubauen.
Nach einer kurzen Pause, bekamen wir einen zweiten Pavillion und hatten nun einen frei, um unseren Ofen damit abzudecken. Dies war dann auch unsere letzte Aufgabe des Tages.
Den Ofen vollendet und die Erze am rösten
Donnerstag, 11.09.2025
Nach den Erfolgen des gestrigen Tages waren wir am Morgen höchstgespannt, wie unser Ofen die Nacht überlebt hat und ob er noch aufrecht steht. Zu unserer Beruhigung erblickten wir nach dem Entfernen der abdeckenden Plane keinerlei Unterschied zu gestern, was die Motivation für den heutigen Tag erhöhte. Nach einer kurzen Wartepause und als wir im Begriff waren, das Werkzeug auszuladen und die Arbeitsflächen vorzubereiten trat jedoch Ernüchterung ein. Mal wieder begann es zu regnen, erst leicht, dann jedoch immer stärker. Weiter am Ofen zu arbeiten, der zwar immer noch stand, sich aber weiterhin in einer kritischen Phase befand, war undenkbar. Deshalb wurde der Beschluss gefasst, am Vormittag die Arbeit am Experiment auszusetzen und die waldige Umgebung der Gräfenbacher Hütte zu erkunden. Dafür bewegten wir uns zuerst nach Nordosten, wo wir zu Hindenburgs Ruh gelangten und ein paar hundert Meter weiter mit offenen Augen den Waldboden untersuchten. Eine runde, leicht in den Hang eingetiefte Plattform war das Ziel unserer Suche. Wir standen in einem Kohlemeiler, wie die schwarze Erde und die Holzkohlestücke uns unmissverständlich mitteilten. Der nächste Halt befand sich auf der anderen Seite oberhalb der Gräfenbacherhütte, wo wir uns von einem Wanderparkplatz bei Münchwald in den Wald hineinwagten. Eindrücklich lagen vor uns die Pingen des Tagebaus der vergangenen Jahrhunderte in den Boden eingetieft. Nachdem wir bereits am Dienstag Erfahrung mit dem Sammeln von Erzen gemacht hatten, machten wir uns zum Vergleich auch hier wieder ans Werk und der Erfolg blieb nicht lange aus. Die Stücke waren zwar nicht so groß, aber wir hätten unser Erz vermutlich auch hier bergen können. Da wir jedoch ohnehin viel zu viel bereits aufgesammelt hatten, nahmen wir nur einige Exemplare mit, um eventuelle Unterschiede begutachten zu können.
Nach dieser letzten Station ging es wieder in die Unterkunft, wo wir unsere Mittagspause bei einer warmen Suppe genossen. Durch diese Stärkung und den versiegenden Regen waren wir bereit, das Werk für den Nachmittag zu beginnen. Es galt den Ofen zu vollenden und die Erze zu rösten. Dafür begaben wir uns in zwei Gruppen: Eine, die weiter den Lehm für den Rennofen zubereitete und ihn weiter aufbaute und eine, die ein Lagerfeuer entfachte und stetig Erzbrocken hinzugab, damit die Bergfeuchte entflieht und das Material spröde und brüchig wird, wodurch es leichter zu zerkleinern ist.
Während an der Höhe des Ofens im Vergleich zu gestern nicht mehr viel fehlte, galt es noch einiges am Äußeren der Konstruktion zu tun und er wurde gewissermaßen zurechtgetätschelt und verstrichen, damit die Außenseite glatt ist und keine Risse und Spalten entstehen. Auch ein Thermometer wurde eingesetzt, um den Verlauf am Tag des Experiments verfolgen zu können. Der Aufbauprozess wurde genauestens festgehalten und in immer kleineren Intervallen fotografiert, um den immer schneller wachsenden Ofen später nachvollziehen zu können. Am Ende erreichten wir eine Höhe vom Oberboden von 50 cm, wobei die darunterliegende Schlackegrube noch weitere 25 cm tief ist, eine Länge von 140 cm und eine Breite von 85 cm. Damit liegt er zwar eher am kleineren Ende eisenzeitlicher Öfen, ist für unser Experiment jedoch völlig ausreichend.
Das Rösten der Erze gestaltete sich zwar als eine relativ simple Aufgabe, erforderte jedoch einiges an Geduld, bis das Feuer langsam mit den immer wieder dazugegeben Erzbrocken mitwuchs. Für etwa zweieinhalb bis drei Stunden brannte das Feuer, bevor es dann langsam herunterbrannte und verglühte. Die Farbe des Materials veränderte sich weg vom hauptsächlich dominierenden Ziegelrot hin zu einem dunkelroten Grau. Die fertigen Brocken entnahmen und zerkleinerten wir erst grob in kleine Klumpen, die dann an kleineren Stationen zu einem feinen Sand verarbeitet wurden. Allerdings ging es heute verfrüht in den Feierabend, weshalb die Ausbeute für den heutigen Tag mit geschätzten 5 kg Pulver noch sehr gering ausfiel und der Großteil der Brocken noch im Lagerfeuer verweilen und morgen noch einmal erhitzt werden muss.
Die am Abend gewonnene Zeit wurde stattdessen dazu genutzt, einen Grillabend zu veranstalten, der sich bis in die Nacht hineinzog. Natürlich, um das Wissen über die Feuerkunst der Eisenzeit weiter zu vertiefen!
11.09.2025 - Was für heute geplant ist
Hallo,
wenn Sie am heutigen Donnerstag vorbeischauen möchten: Wir sind auf dem Hochofengelände zugange. Der kleine Lehmofen wird heute fertig gebaut und das Erz wird geröstet, falls es nicht zu stark den ganzen Tag regnet.
AKTUALISIERUNG 11 Uhr: Es regnet natürlich... Es geht erst nach der Mittagspause weiter!
Morgen (Fr, 12.9.) sind wir NICHT mit den Vorbereitungen vor Ort beschäftigt, sondern besuchen das Bergwerk Fischbach.
Start des Experiments
Mittwoch, 10.09.2025
Am dritten Tag unserer Exkursion begann alles mit einer optimistischeren Stimmung. Der Regen hatte nachgelassen und die Sonne brach gelegentlich durch die Wolken. Die Bedingungen waren ideal für den Bau des Rennofens, ganz so wie es die Menschen dieser Region in der Vergangenheit getan hatten. Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem Standort bei der Gräfenbacherhütte.
Dort angekommen bestand der erste Schritt darin, alle für unser Experiment notwendigen Werkzeuge auszuladen – Hämmer, Spitzhacken, Schaufeln, Spaten, Eimer und so weiter. Die erste Aufgabe war das Abwiegen des Eisenerzes, das sich auf ein Gewicht von 215,5 kg belief. Der zweite bestand im Bau einer Röstgrube, für die bereits am Vortag einige Steine gelegt worden waren. Diese wurden mit Kies aus dem örtlichen Bach verstärkt, während ein anderes Team von Studierenden den zukünftigen Amboss-Stein an den Platz neben der Röstgrube rollte. Die Idee war, größere Stücke Eisenerz auf dem Amboss-Stein und die kleineren in zwei eigens dafür vorgesehenen Bereichen zu zerkleinern. Vor unserer Mittagspause besprachen wir kurz den Plan für die Herstellung des Rennofens.
Nach der Pause machten wir uns an den Bau des Ofens. Die Grube war bereits ausgehoben und das Gelände war für die Herstellung und das Setzen von Lehmziegeln vorbereitet. Zunächst jedoch musste das Material gemischt werden. Ein Team von Studierenden, angeführt von Prof. Susanne Greiff, besorgte Glockengießer-Ton und Sand aus einer nahegelegenen Fabrik, während der Rest des Teams den Platz weiter vorbereitete. Sobald das Material zurückgebracht war, begannen wir mit dem Mischen. Zwei Eimer Ton kombiniert mit einem Eimer Sand ergaben die gewünschte Konsistenz. Die Mischung wurde anschließend in kleinere Behälter umgefüllt, denen Wasser hinzugefügt wurde, um die ideale Struktur für die Ziegelherstellung zu erreichen. Inzwischen begann Dr. Guntram Gassmann mit dem Setzen der Ziegel. Diese folgten der leicht glockenförmigen Kontur des zukünftigen Ofens, die am Boden um die Grube markiert war, in der sich später die Schlacke sammeln würde.
Der Prozess war langwierig, und bis zum Ende des Tages hatten wir es geschafft, etwa 30 cm des Ofens zu errichten. Wir hofften, dass es am folgenden Tag zumindest bewölkt sein würde, damit wir den Bau fortsetzen und den Prozess abschließen konnten.
Trotz Regen in den Wald, keiner macht Terz, alle Taschen voll Erz
Dienstag, 09.09.2025
Steinern Hammer und Amboss aus des Baches Grund, heben wir in strömend Regen zu des baldig Ofen Mund. Eine Stelle zum rösten, die Erze zu braten, ein Vesper zum Vertrösten, wie es weitergeht, wir morgen verraten.
Um das Eisen zu schmieden, erst das Erz es gilt sich zu verdienen. Und während die Tropfen fallen, die Studis der Uni Tübingen sich am Gedanken festkrallen, es ist noch nicht die richtige Stelle, sie suchen fleißig mit ihrer Kelle.
In den Tiefen des Soonwaldes ein Jauchzen, vom Hämmern hallt es. Erzbrocken so groß, sie kann keiner tragen, nach dem Zerkleinern können wir den Rückweg wagen. Über Stock und über Stein, über Gräben in den Bus hinein. Zurück zur Stell des künftigen Brandes, unser Erz, unter Gras verschwand es.
Der Tag fing aufgrund des Regens spät an. Wir Studis besprachen uns mit Guntram Gassmann über den Plan für den Prozess des Eisenbrands und beschlossen, auf eine Regenpause zu warten und dann Steine und Sand zu sammeln, um das Erz zu rösten und zu zerkleinern. Dies entnahmen wir aus einem Bachlauf neben der Gräfenbacherhütte, bzw. der Stelle unseres geplanten Brandexperiments. Wir benötigten Steine, die als Amboss und Hammer zum Zerkleinern dienen, und eine mit Stein und Sand ausgekleidete Feuerstelle zum Rösten. Aufgrund des nicht nachlassenden Regens fuhren wir zurück in unsere Unterkunft und legten eine kurze Mittagspause ein. Nach einer kleinen Stärkung ging es zum Erzesammeln in den Soonewald bei Tiefenbach. Anfangs fanden wir dort nichts, es stellte sich jedoch heraus, dass wir einfach noch nicht tief genug in den Wald gegangen waren. Sobald wir an der richtigen Stelle waren, und unsere Augen wussten, nach was sie zu suchen hatten, fanden wir Erze wie am Fließband. Die Eimer füllten sich schnell, jedoch stießen wir auch auf mehrere große Brocken Erz, das von besonders guter Qualität war. Sie waren jedoch zu groß, um sie am Stück zu transportieren, weshalb wir sie erst noch zerschlagen mussten. Neben Erz stießen wir auch auf alte Gebäudereste, eines davon enthielt sogar Reste von Schlacke, die auf Schmiedeaktivität hinweist. Eventuell eine alte Schmiede? Am Ende war die Menge an Erz, die wir zusammengetragen hatten so groß, dass wir nicht alles transportieren konnten und es an seiner Ursprungsstelle schweren Herzens zurücklassen mussten. Der Rückweg stellte sich als äußerst schwierig heraus, da die zum Teil randvollen Eimer schwerer waren, als es ihr Aussehen vermuten ließ. In mehreren Etappen und über Stämme und Gräben traten wir durch den Wald unseren Rückweg an, und erreichten schließlich entkräftet unseren Bus. Bevor es zum Abladen des Erzes ging, besuchten wir den Eingang zur Mine der Eisenerzgrube Tiefenbach, wo wir noch einiges zur Geschichte der lokalen Erzgewinnung erfuhren. Anschließend gign es zurück zur Gräfenbacher Hütte, an der wir unser aufwändig gesammeltes Erz neben der Röststelle abluden und mit Gras und Stroh bedeckten, damit es am morgigen Tag auch noch da ist. Dort werden wir morgen auch ansetzen, und das Erz rösten und zerkleinern, während wir parallel bereits den Ofen zum Brennen errichten wollen.
Was war heute los?
Es regnete in Strömen. Tapfer sind alle auf die Suche nach geeigneten Steinen ins Bachbett gestiegen, um daraus für die nächsten Tage auf der Wiese eine Unterlage für das Rösten und Pochen der Erze zu bauen. Jeder suchte seinen Lieblingsstein, mit dem in den nächsten Tagen das Erz zerkleinert werden soll.
Und dann ging es los mit dem Erze suchen. Die Studierenden wurden vom Eisenerz-Jagdfieber gepackt. Alle wollten das beste Erzstück finden. Nun.... es gab viele davon und die sind sehr, sehr, sehr schwer.
Über den Donnersberg zur Gräfenbacher Hütte
Montag, 08.09.2025
Um 07:45 ging es los. Von Tübingen fuhren wir los zu unserem ersten Halt. Das bekannte Oppidum auf dem Donnersberg. Dort angekommen wurden wir von Dr. Herbert Hofmeister empfangen. Ein Physiker, der ein tiefes Interesse für die lokale Geschichte zeigt, und sich mit seinem Donnersbergverein e. V. dafür einsetzt, die einzigartige Natur, Kultur und Geschichte des Donnersberges und dieser Region zu bewahren und das Wissen darüber weiterzugeben. Nach einem interessanten Vortrag über die Geologie, die archäologischen Funde und den Aufbau der keltischen Siedlung, die einst dort auf dem Berg auf einer Fläche von 240 ha thronte, ging es zum ersten Highlight, einer Rekonstruktion des im 2. Jh. v. d. Z. von den Kelten errichteten Ringwalls, die in den 70er Jahren angelegt wurde. Über den Wall ging es zum ehemaligen Toreingang, und schließlich zum im 19. Jh. errichteten Ludwigsturm, den wir erklommen und wo wir die Aussicht über die Umgebung genossen. Auch hielten wir Ausschau nach unserem heutigen Ziel, dem Soonwald, wo sich die Gräfenbacher Hütte befindet. Nachdem wir den Turm verließen, statteten wir uns bei dem zugehörigen Kiosk mit Kaffee, Eis und lokalem keltischen Met aus und wurden mit einem irisch-schottischen Lied des Kioskbesitzers verabschiedet. Ein weiterer kurzer Stopp bei einer moderneren Rekonstruktion des Walls, bevor es dann weiter nach Norden nach Winterburg ging. Beim Supermarkt versorgten wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage und trafen schließlich in unserer Unterkunft, einem Schullandheim in einem ehemaligen Schloss ein. Nachdem wir uns einen Überblick und eine kurze Verschnaufpause gönnten, ging es zum ersten Mal zur Gräfenbacher Hütte, dem Ort unseres Experiments. Susanne Greiff gab uns eine kurze Führung über das Gelände des ehemaligen Eisenverhüttungsplatzes, wo wir uns den alten noch im inneren erhaltenen Hochofen, die verstürzte Beschickungsbrücke, sowie mehrere noch erhaltene und weitere zum Teil komplett verstürzte Lagergebäude ansahen.
Morgen kann es dann mit den ersten Schritten für das Experiment losgehen, wir müssen nur hoffen, dass uns das Wetter wohlgesonnen bleibt.
Reise in den Hunsrück
Montag, 08.09.2025
Die Studis der Universität Tübingen reisen in den Soonwald, um sich im Rahmen einer Exkursion mit der Eisenzeit im Hunsrück-Naheleand zu beschäftigen. Was liegt da näher als auch Eisen zu machen?
Sie möchten anschauen, wie die Kelten Eisen erzeugt haben?
Dazu haben Sie Gelegenheit am Tag des offenen Denkmals am 14.9.2025 zwischen 11 Uhr und 17 Uhr auf dem Wiesengelände der Gräfenbacher Hütte. Bitte beachten Sie, dass für den genauen Zeitpunkt der Öffnung des Rennofens keine exakte Uhrzeit angegeben werden kann. Dies wird im Laufe des Nachmittags stattfinden. Das ganze funktioniert aber nur bei gutem Wetter!
Vor dem malerischen Hintergrund des Hochofens aus dem Jahr 1841 führen Studierende der Universität Tübingen vor, wie Kelten und Römer in einem sogenannten Rennofenprozess Schmiedeeisen erzeugten. Damit sind an diesem Tag die wichtigsten Varianten der Eisenerzeugung der letzten 2000 Jahre an einem Ort vereint. Während Hochöfen seit dem hohen Mittelalter flüssiges Roheisen für die Erzeugung von Gusswaren lieferten, stellte man bei den Kelten und Römern in den sehr viel kleineren Rennöfen einen festen, schmiedbaren Eisenklumpen her.
Der kleine Rennofen aus Lehm wird an diesem Tag mit den lokalen Soonwälder Erzen beschickt. Mit dieser Vorführung feiern die Hochofenfreunde das 20-jährige Bestehens des Naturparks Soonwald-Nahe. Es handelt sich um ein Projekt, das Studierende der Uni Tübingen im Rahmen einer Exkursion hier im Soonwald durchführen.
Wo und wann?
Sonntag 14.9., 11 Uhr bis 17 Uhr
11 Uhr und 15 Uhr: Führungen über das Hochofengelände
Öffnung des Rennofens und Entnahme der Luppe: Im Laufe des Nachmittags
Ort: Wiesengelände Gräfenbacher Hütte (Ortsteil von Spabrücken an der L 239 zwischen Spabrücken und Ellern). ACHTUNG: Parkplätze sind nur wenige vorhanden!
Vom 28. Juli bis 19. September ist die L 239 von Richtung Norden (Argenthal Simmern) ab Thiergarten komplett gesperrt. Von Süden aus (Spabrücken, Münchwald etc.) ist die Gräfenbacher Hütte zu erreichen. Umleitung: Von Fortshaus Thiergarten nach Argenthal zur Anschlussstelle Rheinböllen auf die Bundesautobahn A61 - Von Dörrebach über Neupfalz, Schöneberg, Münchwald
Die Umgebung bietet sich aber auch für einen Spaziergang an. Überlegen Sie doch, ob Sie von einem der umgebenden Wanderparkplätze bei Münchwald oder oberhalb der Gräfenbacher Hütte eine kleine Tour zur Gräfenbacher Hütte unternehmen! Die Veranstaltung findet auf einer idyllischen Wiese statt, die zum Verweilen einlädt. Leider ist der Zugang daher nicht komplett barrierefrei.
Verpflegungsangebot
Es gibt alkoholfreie Getränke, Kaffee und Kuchen und kleine Snacks.






































